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Bericht des Réviseur D'Entréprises Agréé

Bericht zum Jahresabschluss

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der DZ PRIVATBANK S.A. (die Bank) bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang mit einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden geprüft.

Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den in Luxemburg geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen betreffend die Aufstellung des Jahresabschlusses ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der DZ PRIVATBANK S.A. zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz über die Prüfungstätigkeit (das „Gesetz vom 23. Juli 2016“) und nach den für Luxemburg von der Commission de Surveillance du Secteur Financier („CSSF“) angenommenen internationalen Prüfungsstandards („ISA“) durch. Unsere Verantwortung gemäß dieser Verordnung, diesem Gesetz und diesen Standards wird im Abschnitt „Verantwortung des Réviseur d'entreprises agréé für die Jahresabschlussprüfung“ weitergehend beschrieben. Wir sind unabhängig von der DZ PRIVATBANK S.A. in Übereinstimmung mit dem für Luxemburg von der CSSF angenommenen International Ethics Standards Board for Accountants' Code of Ethics for Professional Accountants („IESBA Code“) zusammen mit den beruflichen Verhaltensanforderungen, welche wir im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am Bedeutsamsten in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung des Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018 aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar, der sich auf die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen bezieht.

a)         Beschreibung des Sachverhaltes:

Die DZ PRIVATBANK S.A. hält Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert von 159,7 Mio. Euro (Vorjahr: 180,6 Mio. Euro). Die Angaben der Bank zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Anhang in den Einzelerläuterungen zur Bilanz unter dem Punkt „Anteile an verbundenen Unternehmen“ sowie in den Einzelerläuterungen innerhalb des Punktes „Bewertungsgrundsätze“ Punkt D „Finanzanlagen“ enthalten.

Die Bewertung der Beteiligung erfolgt zu historischen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert sofern dieser die Anschaffungskosten unterschreitet. Der für Zwecke der Bewertung ermittelte beizulegende Zeitwert wurde vom Vorstand auf Basis der erwarteten Nettozahlungsströme bestimmt, die von der Planungsrechnung der Beteiligungsunternehmen abgeleitet wurden und die mit einem um eine Risikoprämie angepassten risikofreien Zinssatz abgezinst worden sind. Den in diesen Planungen enthaltenen Werten liegen Annahmen zugrunde, für deren Festlegung Ermessensspielräume für den Vorstand der Bank  bestehen oder Schätzungen erforderlich sind. Insbesondere wirken sich aktuell bestehende Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus auf diese Annahmen aus. Ferner sind bei der Ermittlung des Ertragswertes Annahmen insbesondere zur Herleitung der Rendite einer risiko- und fristenadäquaten Alternativinvestition unter Zugrundelegung von Kapitalmarktmodellen zwecks Ableitung des auf die Nettozahlungsströme der Planungsrechnung anzuwendenden Kapitalisierungszinssatzes zu treffen.

Im Rahmen der Prüfung haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, da die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen in einem hohen Maße auf Annahmen der gesetzlichen Vertreter beruht, die Schätzungen oder Ermessensentscheidungen beinhalten. Unser Fokus lag dabei auf der Bewertung der Anteile an der DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG, die zum 31. Dezember 2018 von 177,5 Mio. Euro um 20,8 Mio. Euro auf 156,7 Mio. Euro wertberichtigt wurde. Maßgeblich hierfür waren unterhalb der Erwartungen liegende Provisionsüberschüsse als Folge reduzierter Nettomargen im Private Banking.

b)         Unser Prüfungsvorgehen:

Wir haben die methodische Vorgehensweise sowie die rechnerische Richtigkeit des angewandten Bewertungsmodells überprüft. Die dem Bewertungsverfahren zugrundeliegenden Netto-Zahlungsströme, den Kapitalisierungszinssatz und weitere wertbeeinflussende Faktoren haben wir auf ihre Angemessenheit beurteilt.

Zur Einschätzung der Angemessenheit der prognostizierten Netto-Zahlungsströme haben wir eine vergangenheitsorientierte Beurteilung der leistungs- und finanzwirtschaftlichen Entwicklung der DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG vorgenommen und unter Berücksichtigung anderer, ergänzender Informationen die weiteren Parameter und Planungsprämissen beurteilt, die Grundlage für die Prognoseplanung waren. In diesem Zusammenhang haben wir die Zuverlässigkeit der Planungstreue durch eine vergangenheitsbezogene Plan-Ist-Analyse beurteilt. Die für die Prognoseplanung verwendeten Daten haben wir auf Basis unserer Kenntnisse der Geschäftstätigkeit und der Branchenentwicklung nachvollzogen. Sofern vorhanden, haben wir einzelne Daten und Annahmen durch Abgleich mit öffentlich zugänglichen Informationen über erwartete Volumens- und Margenentwicklungen auf dem Schweizer Private Banking Markt plausibilisiert und die Ableitung des nachhaltigen Ergebnisses gewürdigt.

Zur Beurteilung der Angemessenheit des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes haben wir untersucht, ob dieser im Einklang zu externen Quellen, wie z.B. dem Durchschnittszins von langfristigen Schweizer Staatsanleihen sowie Studien zu Marktrisikoprämien in der Schweiz, steht.

Zur Beurteilung der Angemessenheit des in die Planungsrechnung eingeflossenen ausschüttungsfähigen Kapitals haben wir die Modellierung der Kapitalplanung nachvollzogen und die sich daraus ergebende Zielkapitalquote zu den Anforderungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht abgestimmt.

Des Weiteren haben wir die Angemessenheit des abgeleiteten beizulegenden Zeitwertes als Bezugsgröße für den Unternehmenswert durch Vergleich mit am Markt beobachteten Marktmultiplikatoren analysiert.

Wir haben für die Prüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte Spezialisten im Prüfungsteam eingesetzt, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Unternehmensbewertung verfügen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Der Vorstand ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Lagebericht enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Jahresabschluss oder unseren Bericht des Réviseur d'entreprises agréé zu diesem Jahresabschluss.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen.

Im Zusammenhang mit der Prüfung des Jahresabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Jahresabschluss oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, über diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DES VORSTANDS UND DER FÜR DIE ÜBERWACHUNG VERANTWORTLICHEN FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den in Luxemburg geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zur Aufstellung des Jahresabschlusses und für die internen Kontrollen, die der Vorstand als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten  falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Bank zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und sofern einschlägig Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht der Vorstand beabsichtigt die Bank zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit einzustellen oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln.

VERANTWORTUNG DES REVISEUR D’ENTREPRISES AGREE FÜR DIE JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Zielsetzung unserer Prüfung ist es, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist und darüber einen Bericht des Réviseur d'entreprises agréé, welcher unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen. Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden, aufdeckt. Falsche Darstellungen können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

  • Identifizieren und beurteilen wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen im Jahresabschluss aus Unrichtigkeiten oder Verstößen, planen und führen Prüfungshandlungen durch als Antwort auf diese Risiken und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für das Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. die Außerkraftsetzung interner Kontrollen beinhalten können.
  • Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Bank abzugeben.
  • Beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Vorstand angewandten Bilanzierungsmethoden, der rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und den entsprechenden Anhangsangaben.
  • Schlussfolgern wir über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch den Vorstand sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten bestehen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Bank zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Sollten wir schlussfolgern, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet im Bericht des Réviseur d'entreprises agréé auf die dazugehörigen Anhangsangaben zum Jahresabschluss hinzuweisen oder, falls die Angaben unangemessen sind, das Prüfungsurteil zu modifizieren. Diese Schlussfolgerungen basieren auf der Grundlage der bis zum Datum des Berichts des Réviseur d'entreprises agréé erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Bank ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Anhangsangaben und beurteilen, ob dieser die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse sachgerecht darstellt.

Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentlichen Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, welche wir im Rahmen der Prüfung identifizieren. Wir haben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung abgegeben, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte erörtert haben, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken können, und sofern einschlägig die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Von den Sachverhalten, die mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert wurden, bestimmen wir diejenigen Sachverhalte, die für die Prüfung des Jahresabschlusses des aktuellen Berichtszeitraums am bedeutsamsten waren, als besonders wichtige Prüfungssachverhalte. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bericht, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

BERICHT ÜBER WEITERE GESETZLICHE UND AUFSICHTSRECHTLICHE VERPFLICHTUNGEN

Wir wurden als Réviseur d'entreprises agréé von dem Vorstand am 6. Mai 2018 bestellt und die ununterbrochene Mandatsdauer, einschließlich vorheriger Verlängerungen und Wiederbestellungen, beträgt acht Jahre.

Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.

Wir bestätigen, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen für Abschlussprüfer gemäß der EU-Verordnung Nr. 537/2014 erbracht haben und dass wir unabhängig von der DZ PRIVATBANK S.A. bei der Durchführung unserer Prüfung geblieben sind.

ERNST & YOUNG

Société Anonyme

Cabinet de révision agréé

Christian Brüne

 

Luxemburg, den 15. Februar 2019