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Anhang zum Finanzbericht

Erläuterungen über die Geschäftstätigkeit

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist zum Bilanzstichtag eine 100-prozentige Beteiligung der DZ PRIVATBANK S. A., Luxemburg. Das Kapital der DZ PRIVATBANK S.A. wird zum 31. Dezember 2018 zu 91,27 Prozent von der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, und zu 8,73 Prozent von 315 Instituten des genossenschaftlichen Sektors in Deutschland gehalten.

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist fokussiert auf das Privatkundengeschäft, welches die Vermögensverwaltung und Anlageberatung einschließlich des Lombardkreditgeschäfts umfasst. Sie stellt innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken das Kompetenzzentrum für Private Banking am Finanzplatz Schweiz dar. Insofern steht die Zusammenarbeit mit der deutschen Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken im strategischen Fokus der Bank.
 
Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist alleinige Gesellschafterin der IPConcept (Schweiz) AG. Dabei handelt es sich um eine Fondsleitungsgesellschaft, die als Kompetenzzentrum rund um das Thema Fonds in der Schweiz fungiert.
 
Unter Einhaltung der von der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) aufgestellten Vorschriften wird vor allem für technische Belange ein Outsourcing von Dienstleistungen betrieben. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der für das Outsourcing verantwortlichen Stelle und der Internen Revision überwacht.
 

Die nachfolgend aufgeführten Geschäftstätigkeiten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Risiko- und Ertragslage der Bank.

KOMMISSIONS- UND DIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist der Hauptertragspfeiler der DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG. Die Kommissionseinnahmen stammen in erster Linie aus der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung. Diese Dienstleistungen werden überwiegend von Privat- und von institutionellen Kunden in Anspruch genommen.

Das Bilanzgeschäft (Kredite, Geldhandel und Finanzanlagen) stellt einen weiteren Ertragsbestandteil dar. Auf der Kreditseite erfolgt die Fokussierung auf das Lombardkreditgeschäft.

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG hält in den Finanzanlagen ein strategisches Portfolio von Wertpapieren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont. Hierbei kommen festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) und Entscheidungsprozesse zur Anwendung.

Das Geldhandelsgeschäft wird im kurzfristigen Bereich betrieben, wobei ein großer Anteil der Geschäfte innerhalb des Konzerns getätigt wird. Im Bilanzstrukturmanagement werden Zinsswaps zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken eingesetzt.

HANDEL

Die Bank betreibt kein aktives Handelsgeschäft. Der Devisen-, Edelmetall- und Wertpapierhandel konzentriert sich ausschließlich auf kundeninduzierte Transaktionen.

Erläuterungen zum Risikomanagement, insbesondere zur Behandlung des Zinsänderungsrisikos, anderer Marktrisiken und der Kreditrisiken

RISIKOBEURTEILUNG

Der Verwaltungsrat hat sich in seiner Sitzung im Juli 2018 im Rahmen der regelmäßigen Prüfung der Risikopolitik mit den wesentlichen Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist, befasst. Es handelt sich dabei um die Risikokategorien Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, Beteiligungs-, Geschäfts- und Operationelle Risiken (inkl. Rechts- und Steuerrisiken). Zudem wurden die risikomindernden Maßnahmen und die internen Kontrollen in die Beurteilung einbezogen.

RISIKOMANAGEMENT

Der Verwaltungsrat stellt das oberste Organ der Risikomanagement-Organisation dar. Er legt die Risikopolitik fest und definiert darin Rahmenkonzept, Organisation und Verantwortlichkeiten, Risikomessung und Risikosteuerung. Die Risikopolitik wird regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft und bildet die Basis für das Risikomanagement.

 

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist als Teil der DZ PRIVATBANK Gruppe eng in die „Risiko-, Kapital- und Liquiditätspolitik“ der DZ PRIVATBANK sowie der DZ BANK Gruppe eingebunden.

 

Für die einzelnen Risiken werden Limiten angesetzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Auf Ebene der Generaldirektion erfolgt eine Trennung der Verantwortlichkeiten für die Risikosteuerung und -überwachung.

 

Der Verwaltungsrat und das Management werden mittels eines Management-Informations- und Reportingsystems (MIS) regelmäßig über die Risiko-, Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage unterrichtet. Im Rahmen der Risikoüberwachung tagt regelmäßig ein aus verschiedenen Bereichen zusammengesetzter Ausschuss für Risiko und Interne Kontrolle, der die vorgenannten Risiken eng überwacht und dokumentiert sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems beurteilt und der Generaldirektion dazu Bericht erstattet. Die Identifikation, Qualifikation und Beurteilung von Risiken aus der Informations- und physischen Sicherheit erfolgt aus den zuständigen Stellen ebenfalls zuhanden der Generaldirektion.

KREDIT- UND AUSFALLRISIKEN

Die Kredit- und Ausfallrisiken werden mittels Risikoverteilung, Qualitätsanforderungen, Deckungsmargen und Gegenparteilimiten begrenzt sowie regelmäßig durch organisatorische Maßnahmen (u. a. Kompetenzordnung) überwacht. Das aktive Kreditgeschäft beschränkt sich in erster Linie auf Kredite an Privatkunden und Firmen gegen Lombard-, Garantie- und hypothekarische Deckung, wobei hier eine strikte Anwendung der Belehnungskriterien und Deckungsmargen, eine angemessene Diversifizierung der Depots sowie eine tägliche Überwachung der Positionen stattfinden. Um das Risiko zu minimieren, wurden pro Ratingkategorie maximale Laufzeiten für einzelne Geschäfte sowie maximale Volumen pro Gegenpartei definiert.

 

Hinsichtlich der bestehenden Eigenanlagen kommen bei der Auswahl festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) im Rahmen der definierten Investmentstrategie zur Anwendung. Dabei findet eine laufende und enge Überwachung der einzelnen Positionen statt. Für alle latenten und bekannten Risiken ist die Risikovorsorge ausreichend dotiert.

 

Im Rahmen der regulatorischen Anforderungen wendet die Bank bezüglich der Kreditrisiken den internationalen BIZ-Standardansatz an.

MARKT-, LIQUIDITÄTS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Marktrisiken auf Eigenpositionen in Wertpapieren, Devisen und Edelmetallen sind durch ein angemessenes System an Risikolimiten begrenzt und werden täglich überwacht. Die Eigenpositionen der Bank werden regelmäßig auf ihre Handelbarkeit hin überprüft.

 

Zinsänderungsrisiken werden mittels Value-at-Risk und Sensitivitäten gemessen und entsprechend limitiert. Die Risikosteuerung erfolgt mit geeigneten bilanziellen Maßnahmen oder durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Grundsätzliche Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Bilanzstrukturmanagement werden im regelmäßig tagenden Treasury-Ausschuss gefasst.

 

Die Überwachung von Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen der bankengesetzlichen Bestimmungen und anhand von Szenario-Simulationen. Die Bank verfügt über hohe liquide Mittel, mit welchen die vorgeschriebenen, regulatorischen Mindestanforderungen gesichert werden.

OPERATIONELLE RISIKEN

Die operationellen Risiken werden durch eine angemessene und wirkungsvolle Organisation in Verbindung mit einem umfassenden Weisungswesen beschränkt. Das Risikobewusstsein wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter gefördert. Die Interne Revision prüft die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und berichtet über das Ergebnis direkt an den Verwaltungsrat.

 

Im Rahmen der regulatorischen Anforderungen wendet die Bank bezüglich der Operationellen Risiken den Basisindikatoransatz an.

COMPLIANCE UND REPUTATIONS-/ RECHTLICHE RISIKEN

Die Einheit Recht/Compliance/Geldwäsche stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit im Einklang mit den geltenden regulatorischen Vorgaben (u. a. FINMA Rundschreiben 2017/01 Corporate Governance) und den Sorgfaltspflichten eines Finanzintermediärs steht. Zudem gewährleistet sie, dass die laufenden An-forderungen und Entwicklungen seitens der Aufsichtsbehörde, des Gesetzgebers und anderer Organi-sationen umgesetzt werden. Ferner wird sichergestellt, dass die Weisungen und Reglemente an die regulatorischen Entwicklungen angepasst werden.

 

Als zentrale Anlaufstelle in Fragen des Datenschutzes fungiert ein Datenschutzbeauftragter, der für die Umsetzung der entsprechenden gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben sorgt.

Zur Beurteilung von Rechts- und Steuerrisiken werden nach Bedarf zusätzlich zu eigenen Abklärungen auch externe Anwälte und Steuerexperten hinzugezogen.

RISIKOCONTROLLING UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das Risikocontrolling ist für die laufende Messung der Risiken, die Überwachung und Einhaltung der vor-gegebenen Limiten sowie die Berichterstattung zuständig. Dies betrifft insbesondere die Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken. Die Beanspruchung der vom Verwaltungsrat genehmigten Limiten wird ermittelt und der Generaldirektion in geeigneter Form und angemessener Frequenz vorgelegt. Im Rahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) existiert eine Stelle, welche die Wirksamkeit der definierten Kontrollen überwacht und periodisch der Generaldirektion darüber Bericht erstattet.

Erläuterung der angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs

Die Identifikation der Ausfall- und Kreditrisiken (Gegenparteien) erfolgt sowohl auf Portfolioebene als auch auf Einzelpositionen.

 

Die Ausfall- und Verwertungsrisiken aller Positionen werden anhand des Credit-Metrics-Modells der DZ PRIVATBANK S.A. bestimmt. Damit werden die Risiken innerhalb der DZ PRIVATBANK mit einem einheitlichen Modell gemessen und durch Limiten (Verlustobergrenzen) begrenzt.

 

Zur Identifikation der Ausfallrisiken im Kreditgeschäft werden sämtliche Kundenforderungen auf Einzel-positionen in Abhängigkeit von der Kreditart zeitnah und periodisch überprüft. Bezüglich der Finanzanlagen gelten beim Kauf festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) sowie Anforderungen an eine breite und ausgewogene Diversifikation des Portfolios. Grundsätzlich werden für den Eigenbestand nur Titel mit mindestens Investment-Grade-Rating oder vergleichbarem Standard gekauft. Es erfolgt eine zeitnahe Bonitätsüberwachung der Titel in den Eigenanlagen. Gefährdete Forderungen (Forderungen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann) werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderungen durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Erläuterungen zur Bewertung der Deckungen, insbesondere zu wichtigen Kriterien für die Ermittlung der Verkehrs- und Belehnungswerte

Die Bank konzentriert sich im Rahmen der Kreditstrategie in erster Linie auf die mit dem Privatkundengeschäft verbundenen Kreditaktivitäten und hier vor allem auf das Lombardkreditgeschäft. Die Bank verfolgt eine vorsichtige Beleihungspraxis, indem nur Kredite gegen erstklassige Deckung gewährt werden. Insbesondere bei Aktien werden grundsätzlich nur Titel von Unternehmen belehnt, welche in einem offiziellen Aktienindex einer regulierten Börse aufgenommen sind. Andere Wertschriftenpositionen werden aufgrund der in den internen Reglementen festgehaltenen Vorgaben ebenfalls vorsichtig eingewertet. Neben der Qualität der einzelnen Deckungspositionen ist auch die Diversifikation eines Portfolios von Bedeutung. Ein Portfolio wird grundsätzlich als ausreichend diversifiziert erachtet, wenn es aus mindestens fünf verschiedenen, beleihbaren Positionen besteht. Bei der Gewährung von hypothekarisch gedeckten Finanzierungen wird neben der Anwendung interner Regelungen auf die Vorgaben der Schweizerischen Bankiervereinigung abgestützt. Zudem steht der Private-Banking-Aspekt im Vordergrund, d. h., es müssen zusätzliche Vermögenswerte als Sicherheit vorliegen.

 

Die Werthaltigkeit der Sicherheiten wird in angemessenen Zeitabschnitten überprüft.

Erläuterungen zur Geschäftspolitik beim Einsatz von dervativen Finanzinstrumenten inkl. Erläuterungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Hedge-Accounting

Die Bank führt im Auftrag und auf Rechnung der Kunden Handelsgeschäfte in derivativen Finanzinstrumenten durch. Handelsgeschäfte in derivativen Finanzinstrumenten auf Rechnung der Bank sind grundsätzlich nicht vorgesehen.

 

Die Bank setzt zudem derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset- and Liability-Managements zur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein. Der monatlich stattfindende Treasury-Ausschuss entscheidet über die Rahmenbedingungen der Anlagepolitik und der Anlagestrategien sowie über einzelne Investitionen. Sicherungsbeziehungen sowie Risikomanagementziele und -strategien werden beim Abschluss der jeweiligen Absicherungsgeschäfte dokumentiert. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird periodisch überprüft.

Erläuterung von wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank haben.

Offenlegung Eigenmittel und Liquidität

Die Offenlegung zu den Eigenmitteln und der Liquidität erfolgt in Übereinstimmung mit dem FINMA-Rundschreiben 2016/1 Rz 13 auf der Internetseite der DZ PRIVATBANK
(https://www.dz-privatbank.com/ dzpb/de/eigenkapitalquote.html).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze richten sich nach den schweizerischen, obligationenrechtlichen, bankengesetzlichen und statutarischen Bestimmungen sowie nach den Richtlinien der FINMA. Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG erstellt einen statutarischen Einzelabschluss mit zuverlässiger Darstellung. Die Geschäftsvorfälle werden nach dem Abschlusstagprinzip bilanziert. Die Aktiven und Passiven sowie Außerbilanzgeschäfte werden einzeln bewertet. Die Buchführung und Rechnungslegung erfolgen in Schweizer Franken.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber Vorjahr unverändert.

FREMDWÄHRUNGEN

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Forderungen und Verpflichtungen in fremden Währungen (inklusive Edelmetallkonten) sowie Sortenbestände werden zum Tageskurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Der aus der Bewertung resultierende Kurserfolg wird unter der Position "Erfolg aus dem Handelsgeschäft" ausgewiesen. Die beiden wichtigsten Fremdwährungen wurden mit CHF 1,1268 für den EUR (Vorjahr 1,1696) und mit CHF 0,98367 für den USD (Vorjahr 0,97572) umgerechnet.

FLÜSSIGE MITTEL, FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER BANKEN

Die Bestände werden zum Nominalwert bilanziert. Für erkennbare Risiken werden nach dem Vorsichtsprinzip Einzelwertberichtigungen gebildet. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft wird oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt eine Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Sofern allfällige Wiedereingänge aus bereits in früheren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere gleichartige Wertkorrekturen verwendet werden, werden sie über die Position "Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft  der Erfolgsrechnung" gutgeschrieben.

 

Edelmetallguthaben werden zum aktuellen Marktwert bewertet, wenn die entsprechenden Metalle an einem preiseffizienten und liquiden Markt gehandelt werden. Allfällige Wertanpassungen werden in der Position "Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option" gebucht.

 

Bei Diskontpapieren wird der Diskont über die Laufzeit der Papiere in die Erfolgsrechnung einbezogen.

FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN AUS WERTPAPIERFINANZIERUNGSGESCHÄFTEN

Wertpapierfinanzierungsgeschäfte umfassen Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte. Repurchase-Geschäfte (mit einer Rückkaufsverpflichtung veräußerte Wertpapiere) werden als Bareinlage mit Verpfändung von Wertschriften in der Bilanz erfasst. Reverse-Repurchase-Geschäfte (mit einer Verkaufsverpflichtung erworbene Wertschriften) werden als Forderung gegen Deckung durch Wertschriften behandelt. Die ausgetauschten Barbeträge werden grundsätzlich bilanzwirksam zum Nominalwert erfasst.

 

Der Zinserfolg aus Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäften wird über die Laufzeit der zugrunde liegenden Transaktionen periodengerecht abgegrenzt.

FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER KUNDEN UND HYPOTHEKARFORDERUNGEN

Die Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen für erkennbare Verlustrisiken. Zur Identifikation von Ausfallrisiken werden sämtliche Kundenforderungen periodisch überprüft.

 

Gefährdete Forderungen (Forderungen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann) werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderungen durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Die Wertminderung bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem voraussichtlich einbringbaren Betrag, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos und des Nettoerlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten.

 

Allfällige Veränderungen von Einzelwertberichtigungen werden in der Position "Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft" ausgewiesen. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft wird oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt eine Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Sofern allfällige Wiedereingänge aus bereits in früheren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere gleichartige Wertkorrekturen verwendet werden, werden sie über die Position "Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft  der Erfolgsrechnung" gutgeschrieben.

 

Die mehr als 90 Tage überfälligen Zins- und Kommissionserträge werden erst nach Bezahlung in die Erfolgsrechnung einbezogen.

 

Edelmetallguthaben werden zum aktuellen Marktwert bewertet, wenn die entsprechenden Metalle an einem preiseffizienten und liquiden Markt gehandelt werden. Allfällige Wertanpassungen werden über die Position "Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option" gebucht.

HANDELSGESCHÄFT

Handelsbestände werden zum Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Positionen, für welche kein repräsentativer Markt existiert oder für die kein Marktpreis verfügbar ist, werden nach dem Niederstwertprinzip bilanziert. Die aus der Bewertung oder aus Veräußerungen resultierenden Kursgewinne oder -verluste werden im "Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option "gebucht. Zinsen und Dividenden auf Handelsbestände werden im "Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen" ausgewiesen. Dem Handelserfolg werden keine Refinanzierungskosten belastet.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Bewertung der am Bilanzstichtag offenen derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Fair Value. Sie werden als positive und negative Wiederbeschaffungswerte bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden zu Handels- und Absicherungszwecken eingesetzt.

Handelsgeschäfte:

Die Bewertung aller derivativen Finanzinstrumente des Handelsgeschäfts erfolgt zum Fair Value. Der Fair Value basiert entweder auf Marktkursen oder wurde mittels Bewertungsmodellen ermittelt. Die aus der Bewertung oder aus Veräußerungen resultierenden Kursgewinne oder -verluste werden im "Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option" gebucht.

Absicherungsgeschäfte:

Die Bewertung aller derivativen Finanzinstrumente des Absicherungsgeschäfts erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Der Fair Value basiert entweder auf Marktkursen oder wurde mittels Bewertungsmodellen ermittelt. Der Bewertungserfolg von Absicherungsinstrumenten wird im Ausgleichskonto erfasst, sofern für das Grundgeschäft keine Wertanpassung gebucht wird. Der Nettosaldo des Ausgleichskontos wird in der Position "Sonstige Aktiven  oder Sonstige Passiven" ausgewiesen.

FINANZANLAGEN

Die Bewertung von Schuldtiteln mit der Absicht zur Haltung bis Endfälligkeit erfolgt nach dem Anschaffungswertprinzip mit Abgrenzung von Agio/Disagio über die Restlaufzeit (Accrual-Methode).

 

Bonitätsbedingte Wertverminderungen werden über die Erfolgsrechnungsposition "Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft" gebucht.

 

Realisierte Erfolge aus vorzeitiger Veräußerung oder Rückzahlung werden verrechnet und unter "Sonstige Aktiven  oder Sonstige Passiven" bilanziert und über die Restlaufzeit im Zinserfolg abgegrenzt.

 

Positionen in Beteiligungstiteln werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Wertanpassungen werden netto über die Position "Anderer ordentlicher Aufwand" oder "Anderer ordentlicher Ertrag" gebucht.

 

Unter den Edelmetallen sind nur physische Bestände zur Deckung von Verpflichtungen aus Edelmetallkonten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt analog den Verpflichtungen zum Fair Value.

BETEILIGUNGEN

Beteiligungen werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebsnotwendiger Abschreibungen bilanziert.

Auf jeden Bilanzstichtag wird geprüft, ob die einzelnen Beteiligungen in ihrem Wert beeinträchtigt sind. Diese Prüfung erfolgt aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass einzelne Aktiven von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Wert reduziert und die Wertbeeinträchtigung der Position „Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten“ belastet.

Realisierte Erfolge aus der Veräußerung von Beteiligungen werden im "Außerordentlichen Ertrag" oder im "Außerordentlichen Aufwand" ausgewiesen.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zum Anschaffungswert aktiviert und über die vorsichtig geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Kategorien beträgt:

Einbauten in fremde Liegenschaften

  • Verbleibende Mietvertragsdauer, max. 8 Jahre

Übrige Sachanlagen:

  • IT-Hardware, max. 3 Jahre
  • Mobiliar, max. 8 Jahre
  • Maschinen / Anlagen, max. 5 Jahre
  • IT-Software, max. 5 Jahre

Kleinanschaffungen werden sofort dem Sachaufwand belastet. Die Sachanlagen werden einzeln bewertet und jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Falls eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Wert reduziert und die Wertbeeinträchtigung der Position "Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten" belastet. Zusatzabschreibungen können vorgenommen werden. Realisierte Erfolge aus der Veräußerung von Sachanlagen werden im "Außerordentlichen Ertrag" oder im "Außerordentlichen Aufwand" ausgewiesen.

RÜCKSTELLUNGEN

Für alle erkennbaren Risiken werden nach dem Vorsichtsprinzip Rückstellungen gebildet und in folgende Erfolgsrechnungspositionen erfasst:

Rückstellungen für Restrukturierungen:

  • In Bezug auf Personalmaßnahmen im "Personalaufwand"

  • Übrige Maßnahmen in der Position "Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste"

Andere Rückstellungen:

  • „Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste“

Rückstellungen werden erfolgswirksam aufgelöst, falls sie betriebswirtschaftlich nicht mehr erforderlich sind und nicht für andere gleichartige Bedürfnisse verwendet werden können.

Die übrigen Rückstellungen können stille Reserven enthalten.

VORSORGEVERPFLICHTUNGEN

Die Personalfürsorge ist an eine staatlich anerkannte BVG-Sammelstiftung angeschlossen und wird in Form eines beitragsorientierten Vorsorgeplans geführt. In Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften für Banken werden per Bilanzstichtag bestehende wirtschaftliche Verpflichtungen gegenüber der Vorsorgeeinrichtung zurückgestellt.

RESERVEN FÜR ALLGEMEINE BANKRISIKEN

Bei den Reserven für allgemeine Bankrisiken handelt es sich um vorsorglich gebildete Reserven zur Absicherung gegen Risiken im Geschäftsgang der Bank. Diese Reserven sind versteuert und werden im Sinne der Eigenmittelverordnung (ERV) Art. 18 als Eigenmittel angerechnet.

 

Die Bildung und Auflösung wird über die Erfolgsrechnungsposition "Veränderung von Reserven für allgemeine Bankrisiken" gebucht.

STEUERN

Die Steuern werden nach Verursachungsjahr dem Aufwand zugerechnet. Einmalige und transaktionsbezogene Steuern sind nicht Bestandteil dieser Position. Es werden keine latenten Steuern verbucht.

EVENTUALVERPFLICHTUNGEN, UNWIDER­RUFLICHE ZUSAGEN, EINZAHLUNGS- UND NACHSCHUSSVERPFLICHTUNGEN, VERPFLICHTUNGSKREDITE

Außerbilanzgeschäfte werden zu Nominalwerten aufgeführt. Für Risiken, die auf diesen Positionen entstehen, werden entsprechende Rückstellungen eingestellt.

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